Amoklauf in Winnenden was lernen wir daraus ?
Es ist die alte Frage nach
Schuld und Sühne und daraus resultierende Strafe für die Täter. Bloß in diesen Fall hat der Amokläufer sich erst an den für ihn vermeintlichen Tätern gerecht und sich dann selber gerichtet. Statt Nachzudenken und sich mit sich selber auseinander zu setzen hat er gehandelt. Und sich danach selber gerichtet.
Wenn wir nicht lernen unsere Probleme zu lösen ohne nach anderen als Schuldige zu suchen und zu richten wird der Wahnsinn immer wieder neue Opfer finden. Die Frage nach so einen Massaker sollte lauten wie können wir tun um so etwas im Vorfeld zu entkräften nicht nach Schuldigen suchen die wir zur Verantwortung ziehen können.
So dreht sich die Spirale nur weiter und weiter. Schulzuweisungen ist kein Weg, keine Lösung für bestehende Probleme. Die Erkenntnis ist nicht neu und wurde von mir auch nicht erdacht. Sondern wurde schon vor tausenden von Jahren in Büchern wie Tao the King von Laotse niedergeschrieben. Es finden sich auch sehr viele Denkanstöße in der Lehre des Buddhismus dazu.
Nur eben ist unser Kulturkreis auf Schuld und Sühne durch Jahrtausende Christlicher Lehre geprägt. Und wird auch in heutiger Zeit nicht ernsthaft in Frage gestellt.
Das wir nicht bereit sind uns wirklich mit den Thema einzulassen haben heute erst wieder zwei Mädchen aus Landkreis Regen Bayrischer Wald bewiesen. Sie vertrauten Drei Mitschülerinnen an das sie einen Plan hätten, gegen die Hauptschulklasse einen Amoklauf durchführen. Wie können Schülerinnen nur so etwas gegen ihre eigenen Kameraden Planen. Es liegt doch schon eine Gewisse Tragik darin wenn nach den letzten Vorfall dieser Art schon wieder Menschen bereit sind diesen Weg zu beschreiten.
Warum sind Menschen bereit andere nur als mögliche Opfer zu sehen nicht als Menschen aus Fleisch und Blut. Jeder von uns hat an der Schule Klassenkameraden gehabt die er auf den Tod nicht ausstehen konnte. Aber sich selber zu Fragen warum das so ist und vielleicht nach einen kleinen aber gemeinsamen Nenner zu suchen hat man sich einfach dazu hinreißen lassen die oder denjenigen zu schneiden zu hänseln, zu verprügeln usw.
Niemand war da und hat uns klar gemacht das daran etwas falsch sein könnte. Lehrer schauten weg wollten ihre Ruhe haben. Eltern gingen meist untereinander los eventuell noch mit Anwalt usw. Das Problem wurde schon damals nicht gelöst sondern zur Zufriedenheit des stärkeren gehandhabt.
Jetzt wo wir noch die Welt in privilegierte und nicht privilegierte Einteilen und dann noch Ausländer Kinder als sowieso Störenfriede von vornherein abstempeln dreht sich die Spirale aus Ablehnung immer weiter und weiter.
Was sich in der großen Politik in Krieg gegen den Terror äußert. Und auf Landes ebene sich in Harz IV Gesetzen äußert.
Weil ja Arbeitslose angeleitet werden müssen, weil sie ja ohne Anleitung Zu hause sitzen würden und nur Talk Shows und Schnaps genießen und auf Kosten der Steuerzahler leben. Die nächsten sind dann die Rentner die der Jugend das Geld aus der Tasche zieht.
Wer als Kind mit solchen und ähnlichen Urteilen über andere auf wächst kann solch ein Mensch noch Achtung vor anderen haben, bzw. vor sich selber.
Wenn ein Kind erfährt das es zweite Wahl ist weil die Eltern nur Arme Schlucker sind und deswegen ein Recht hat aufs Gymnasium zu gehen. Wo soll da die Achtung vor sich und andere herkommen.
Alle Menschen sind gleich sie kommen ohne alles und gehen ohne alles. Aber wir Urteilen doch nur noch Pauschal wir haben uns doch Denk Schubladen geschaffen wo wir alles und jeden unterbringen können.
Ist doch alles eingeteilt in Gut und Böse in Richtig und Falsch.
Lernen nicht Kinder von besser gestellten Eltern nicht auch das die Habenichts Abfall oder Dumm bzw. Faul oder sonst etwas sind. Nur durch eigenes Verschulden am Rande der Gesellschaft Leben.
Diese Aufzählung von Schubladen und Vorurteilen ließe sich sicher beliebig erweitern. Vielleicht fällt den einen oder anderen noch Argumente dazu ein.
Aber meine Hoffnung besteht eigentlich einen kleinen Anstoß zu geben mal Nachzudenken bevor wir wieder von Spinner aus Winnenden reden und eigentlich froh und Glücklich sind das er Tod ist. So kennen unser Häuptlinge ihren Wahlkampf Tanz aufführen und die nächste Katastrophe kommt bestimmt. Am Ende bleibt alles beim alten. Schublade zu Fall gelöst. Bis wieder ein neuer Amok Läufer seine Runde dreht. Und ein anderer auf diese Weise sein 15 Minuten Ruhm im Blitzlicht Gelichter sucht.
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